Umtost von Nordpazifik und ochotskischem Meer gilt die Halbinsel Kamtschatka am östlichen Rand Russlands als Land der Kontraste und Extreme.
Heiße Quellen und schweflige Fumarolen dampfen neben mächtigen Gletschern. Riesige Braunbären und Elche streifen über erstarrte Lavaströme und durch dichte Taigawälder. Flüsse voller Lachse mäandern vom Gebirge hinab ins Meer.
Die scheinbar zeitlose Stille wird nur vom gewaltigen Grollen der Vulkaneruptionen unterbrochen. Von den 160 Vulkanen sind derzeit noch über 30 aktiv in dieser schwarzen Mondlandschaft aus Asche und Lava. Über Jahrhunderte hinweg Verbannungsort des russischen Reiches und über Jahrzehnte strengbewachte sowjetische Militärbasis, ist Kamtschatka für Ausländer überhaupt erst zugänglich seit dem Zerfall der Sowjetunion vor wenigen Jahren.
In diesem Vortrag über alpinistische und vulkanologische Ziele auf Kamtschatka zeichnet der Geophysiker, Vulkanologe und Bergsteiger Steffen Graupner ein Bild der direkt erlebbaren geologischen Urgewalten aus der Schöpfungsgeschichte unseres Planeten …